23. April 2014 - 13:55

Was der Schwingsport in der Schweiz ist, ist lutte sénégalaise im Senegal. Zwei Studenten haben als Studienarbeit senegalesische Ringer besucht und Gemeinsamkeiten mit dem Schwingsport entdeckt.

 

Rafael Bühlmann und Ivan Eusebio sind angehende Sekundarlehrer. Die beiden Basler besuchten gemeinsam mit ihrem Studienlehrgang drei Wochen den westafrikanischen Staat Senegal. Ziel dieser Reise war es, das Land auf dem schwarzen Kontinent in irgendeiner Form vorzustellen. «Bereits im Vorfeld machten wir uns Gedanken, was und vor allem wie wir dieses Thema am besten vorstellen könnten», sagt Bühlmann. Schnell fiel die Wahl auf den Ringsport, im Senegal lutte sénégalaise genannt.
 
Glück mit Familie im Senegal
Bewaffnet mit Kamera und Notizblock ging es ohne grosses Vorstudium nach Senegal. «Durch einen Bekannten von Ivan bekamen wir vorher immerhin etwas Einblick in den Schwingsport. Dieser ist Mitglied eines Schwingklubs im Kanton Baselland.»
Im Senegal angekommen, erwies sich die Gastfamilie für die beiden Dokumentarfilmer als Glücksfall. Rafael Bühlmann erklärt: «Die Gastfamilie hatte bereits ein grosses Wissen über den Sport lutte sénégalaise. Das vereinfachte unsere Arbeit natürlich sehr.» So kamen Bühlmann und Eusebio relativ schnell und unkompliziert in Kontakt mit den besten aktiven Sportlern aus dem Senegal. Im Dokumentarfilm, und dies sei auch real so gewesen, ist vor allem die Eingangsszene, wo gemeinsam mit einem aktiven Senegalesen Szenen vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2010 in Frauenfeld angeschaut wurden, sehr prägend. «Speziell erstaunt war er vom Preis, einem Muni, für den Sieger eines Schwingfestes.»
 
Stimmung wie am ESAF
Höhepunkt der Reise und des Dokumentarfilmes war der Besuch des «Eidgenössischen» der senegalesischen Ringer. Im Stade Demba Diop in der Hauptstadt Dakar herrschte im weiten Rund eine Stimmung wie am Eidgenössischen Schwingfest. Dieser Besuch hat auch bei den beiden Studenten Eindruck hinterlassen. «Wir hätten die Stimmung gerne mit Burgdorf 2013 verglichen, doch leider hatten wir kein Glück mit den Tickets.»

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