ESAF Burgdorf: Matthias Sempachs Triumphzug

01. September 2013 - 18:22

Das ESAF 2013 hat geboten, was es versprach: viel Spektakel. An der Spitze waren die Berner dominant und stellen mit Matthias Sempach ein würdigen König. In der Kranzbilanz siegten die Innerschweizer.

"Der schönste Tag in meinen Leben", sagte Matthias Sempach im Stadioninterview direkt nach dem Schlussgang mit Tränen in den Augen. Der Berner ist der neue Schwingerkönig 2013. Und er ist ein absolut würdiger Schwingerkönig. Mit acht Siegen und 79,25 Punkten hat er überzeugend seinen grössten Triumph seiner bisherigen Laufbahn gefeiert.

Perfekt eingestellt
In den letzten Monaten wurde Matthias Sempach oft die fehlende Kaltschnäuzigkeit und Nervenstärke angekreidet. In Burgdorf hat er eindrücklich aufgezeigt, wie sehr er sich in dieser Angelegenheit angepasst hat. Für seinen Auftritt in der Emmental-Arena gibt es nur einen passenden Ausdruck: brilliant! Besser geht es wirklich nicht.

Vierter Gang mitentscheidend
Wegweisend für den Schwingerkönigstitel war eine Szene im vierten Gang. Matthias Sempach traf auf den stark eingestellten Reto Nötzli. Nachdem er Sägemehl schluckte, musste er an den Brunnen und fasste dort die Motiviation auf den Sieg. In allen Gängen war Sempach zudem perfekt eingestellt auf die Gegner. Sempach bezwang der Reihe nach Bruno Gisler, Stefan Gasser, Benji von Ah, Reto Nötzli, Jakob Roth, Martin Koch, Matthias Glarner und Christian Stucki.

Sportsmann Stucki
Sehr sportlich nahm Christian Stucki die Niederlage im Schlussgang. Der Seeländer zeigte sich als Sportsmann und gratulierte Matthias Sempach nach dem Schlussgang wie bei einem eigenen Sieg. Danach liess er sich von den 52'013 Zuschauern feiern.

Stucki war lange Zeit der Führende des Festes. Die ersten fünf Gänge gegen Adi Laimbacher, Marcel Mathis, Markus Schläpfer, Martin Koch und Raphael Zwyssig gewann er souverän. Erst im sechsten und siebten Gang folgten gegen Matthias Glarner und Christoph Bieri zwei Gestellte. Mit dem Sieg im Ausschwingen gegen Edi Philipp sicherte er sich den Einzug in den Schlussgang.

Innerschweizer voraus
An der Spitze dominierten über die ganze Festdauer die Berner Schwinger. In der Kranzbilanz aber holten sich die Innerschweizer die Krone mit 15 Auszeichnungen. Die Berner holten 12, die Nordostschweizer 11 und die Nordwestschweizer 4 Kränze. Die Südwestschweizer gingen leider leer aus.

Als bester Nicht-Berner klassierte sich Andreas Ulrich auf dem dritten Schlussrang, weil er zum Abschluss Schwingerkönig Arnold Forrer bezwang. Nicht nach Wunsch lief das Fest für den König von 2010 Kilian Wenger. Der Berner Oberländer fiel schon am ersten Tag aus der Entscheidung und musste bis zum letzten Gang um den Kranzgewinn kämpfen. Am Schluss klassierte er sich auf dem 8. Schlussrang.

Schwinger

sempachmatthiasSempach Matthias, Alchenstorf
Stucki Christian, Lyss

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