Schwinger der Woche (14. bis 20. April): Kilian Wenger

20. April 2013 - 13:00

Kilian Wenger ist nach seinem geglückten Comeback vom SCHLUSSGANG zum Schwinger der Woche gekürt worden. Der bald 23-jährige Sennenschwinger ist natürlich auch ein Thema im neuen SCHWINGEN. DAS MAGAZIN. Statt dem obligaten Interview der Woche veröffentlichen wir heute exklusiv einen Teil aus diesem Text.

Den 22. August 2010 wird Kilian Wenger nicht mehr aus seinen Erinnerungen streichen. An diesem Tag wurde aus dem scheuen Berner Oberländer kurzum „König Kilian“. Punkt 08:58 Uhr bezwang er in einem begeisternden Duell den dreifachen Schwingerkönig Jörg Abderhalden. Damit entthronte er sein grosses Vorbild gleich selbst. “Wenn ich an diesen Moment zurückdenke, läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter. Es war wirklich einmalig.“

Lob vom Vorgänger
Für den heute 23-jährigen Sennenschwinger ist aber der Schlussgang noch präsenter. „Erst nach dem Sieg gegen Martin Grab realisierte ich, was mir da gelungen ist. Es war überwältigend.“ Dabei war Wenger bereits nach sieben Gängen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen, derart überlegen war er. Während der ausgebildete Metzger und damalige Zimmermannlehrling neben dem Platz als ruhiger Athlet galt, explodierte er während seiner Duelle in Frauenfeld förmlich. “Einen solch souveränen Auftritt habe ich lange nicht mehr gesehen“, zollte der zweifache Schwingerkönig Ernst Schläpfer Wengers Demonstration im Sägemehl grössten Respekt. Schläpfer war übrigens 1980 in St. Gallen der letzte, der alle acht Gänge an einem Eidgenössischen zu seinen Gunsten entschied.

Eine neue Welt entdeckt
Was nach dem sensationellen Auftritt in der Thurgau-Arena in Frauenfeld folgte, war unvergleichlich. Die Schweizer entdeckten Kilian Wenger als neuen Star. Eine derartige Medienpräsenz eines Schwingerkönigs hatte man zuvor noch nie gesehen. Nicht überraschend, denn Kilian Wenger vertrat eine neue Generation an jungen Schwingern, die mit Athletik, Selbstvertrauen und starker Technik an die Spitze vorpreschten.

Auch dank seiner Ausstrahlung und seinem Aussehen wurde Wenger für viele Monate zum Liebling der Journalisten und zu einem häufig geklickten Sujet der Fotografen. „Im ersten Moment war ich geschockt, was alles auf mich einprasselte. Ich entdeckte eine neue Welt, die ich nur mit Unterstützung aus meinem Umfeld meistern konnte." In diesem Umfeld nimmt seine Familie mit den geschiedenen Eltern Beatrice und Andreas sowie seiner Schwester Franziska und den Zwillingsbrüdern Ruedi und Marcel eine gewichtige Rolle ein.

Den kompletten Text lesen Sie im aktuellen SCHWINGEN. DAS MAGAZIN. Dieses erscheint am 25. April am Kiosk. SCHLUSSGANG-Abonnenten erhalten das MAGAZIN mit der SCHLUSSGANG-Ausgabe vom 30. April kostenlos mitgeliefert.

Schwinger

Wenger Kilian, Horboden

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