Arnold Forrer (Teil 5): Bericht MAGAZIN „Benzin im Schwingerblut“

23. November 2012 - 10:19

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Arnold Forrer. Heute: Teil 5.

Arnold Forrer hat wie viele weitere Spitzenschwinger ein schnelles Hobby. Der Schwingerkönig von 2001 fährt in der Freizeit gerne mit dem Motorrad. Wir blicken heute zurück auf einen Bericht zu seinem Hobby in der zweiten Ausgabe (Herbst/Winter) von SCHWINGEN. DAS MAGAZIN.

Benzin im Schwingerblut
Training, Wettkampf, Arbeit: Gerade im Sommer haben die Schwinger viel um die Ohren. Dennoch findet manch einer auch in dieser stressigen Zeit Musse für ein Hobby. So auch der Schwingerkönig von Nyon 2001, Arnold Forrer. Wie viele andere Spitzenschwinger hat der 34-jährige Toggenburger nebst der Schwingerei und seiner täglichen Arbeit eine rasante Freizeitbeschäftigung. Zur Schwingfestvorbereitung gehört bei ihm am Tag zuvor eine Ausfahrt mit dem Mottorrad.

Forrer fährt Super Ténéré
„Ich brauche diese Zeit für mich. Es lenkt mich von den Strapazen ab und gibt mir den Kick für die Schwingfeste“, sagt Forrer. „Meistens fahre ich vor den wichtigen Anlässen auf die Schwägalp. Besonders das Beschleunigen aus den Kurven heraus ist ein Genuss.“

Dieses Jahr fährt Forrer eine Yamaha Super Ténéré von Generalimporteur Hostettler AG aus Sursee. Das Motorradfahren ist für Forrer mehr als nur ein Hobby. «Ich geniesse die Zeit auf dem Motorrad sehr. Man kann die Umgebung viel besser geniessen als im Auto. Zudem fahre ich gerne manchmal gemütlich ohne Helm und im T-Shirt über Nebenstrassen auf die Alp und geniesse die gute Luft.“

Arnold Forrer ist auf dem Motorrad kein Raser. Aber „zügig“, wie er es ausdrückt, darf es schon sein. Deshalb möchte er im nächsten Jahr wieder auf das Modell R1 von Yamaha wechseln. „Gerade in der Beschleunigung ist dieses Modell stark. Wer einmal R1 gefahren ist, weiss, wovon ich spreche“, sagt Forrer schmunzelnd. Im Schnitt steigt der 1,94 Meter grosse Hüne mit der Schuhnummer 52 zwei Mal in der Woche aufs Motorrad. „In diesem Jahr waren es leider nur etwa 1’500 Kilometer. Normalerweise sind es deutlich mehr.“

Erfolgreiche Saison
Die Ausfahrten haben sich für Arnold Forrer in der Schwingersaison 2012 gelohnt. Vier Kranzfeste gewann der Toggenburger Sennenschwinger. «Mehr ist immer möglich, aber mit meiner Leistung bin ich in dieser Saison sehr zufrieden. Mein Höhepunkt war natürlich der Sieg beim Bergkranzfest auf dem Stoos, bei dem ich im Schlussgang gegen Unspunnen-Sieger und Teamkollege Daniel Bösch triumphierte. Das Wichtigste war mir dieses Jahr ganz klar, dass ich verletzungsfrei durch die Saison gekommen bin. Das gibt mir Mumm für die nächste Saison.“ 2013 liebäugelt Arnold Forrer damit, als erster Über-30-Jähriger Schwingerkönig zu werden.

Trotz den guten Resultaten hat es ihm aber knapp nicht für die Top 5 in der „Schlussgang“-Jahrespunkteliste gereicht. Für seine acht Kränze erhielt er 2012 genau gleich viele Punkte wie der Innerschweizer Adi Laimbacher. Aufgrund des Innerschweizer Verbandsfestsieges von Laimbacher klassierte sich dieser aber einen Rang vor dem Toggenburger. Arnold Forrer nimmt dies gewohnt sportlich und mag es ihm von Herzen gönnen. „Adi hat es nach seiner Verletzungsdiagnose wirklich verdient!“

Für ihn ist dieser Umstand ein zusätzlicher Ansporn, nächstes Jahr noch mehr Gas zu geben. Auf den Schwingplätzen – und auf den Strassen.

Die Serie Schwingerwoche mit Arnold Forrer wird am Samstag, 24. November, mit Teil 6 fortgesetzt.

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