Stadt und Kanton Zug sorgen für die Kehrtwende um ESAF 2019

16. November 2012 - 12:22

Es hat sich bereits anfangs dieser Woche angekündigt, am Freitagmorgen wurde es definitiv bestätigt. Der Kanton und die Stadt Zug haben sich nochmals intensiv mit dem ESAF 2019 befasst und sind zum Schluss gekommen, dass einer Austragung nur kleine Hürden im Wege stehen.

Ende Oktober gab der Baarer Vize-Gemeindepräsident Paul Langenegger (Präsident Initiativkomitee) mit grossem Bedauern bekannt, dass das ESAF 2019 im Kanton Zug nicht möglich sei. Grund seien zuviele raumplanerische und behördliche Hürden. In der Folge kam es zu vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung in Telefonaten, Mails oder Briefen. Gar ein Antrag in der Zuger Regierung stand kurz bevor.

Kehrtwende dank Regierungsrat
Der Regierungsrat des Kanton Zug (vertreten durch Baudirektor Heinz Tännler) hat daraufhin sofort reagiert und in intensiven Abklärungen die Sachlage neu aufgerollt. Heinz Tännler: "Wir waren in einer ersten Phase zu gründlich mit den Abklärung und wollten zuviel geregelt haben. Mittlerweile hat sich aber gezeigt, dass es keine richtplanerische Erfassung (Raumplanung) benötigt, wodurch sich die Ausgangslage deutlich ändert." Es brauche einzig ein Baubewilligungsgesuch für die Terrainverschiebung. Dieses Gesuch könne in den nächsten Wochen eingereicht werden und es spricht wenig dafür, dass diesem nicht stattgegeben wird.

Paul Langenegger überglücklich
Mit grosser Freude nahm das Initiativkomitee unter der Leitung von Paul Langenegger die neue Sachlage zur Kenntnis. "Wir haben immer gesagt, wenn sich die raumplanerischen Gegenheiten verändern, nehmen wir das Projekt gerne wieder auf. Wir machen dem Kanton und der Stadt Zug keinen Vorwurf und wollen nun vorwärts schauen. Das ESAF 2019 in Zug ist wieder ein realisierbarer Traum geworden." In den nächsten Wochen gilt es, vor allem mit den Landbesitzern zu sprechen. "Sobald wir die Landbesitzer und die Eigentümer überzeugt haben, steht dem ESAF 2019 in Zug nichts mehr im Wege." Bereits jetzt darf sich das Initiativkomitee über die Zusammenarbeit mit der Korperation Zug, denen zwei Drittel des Landes gehört, freuen.

Schwyz wartet ab
Nach der Absage der Zuger entstanden vor allem im Kanton Schwyz (Raum Lachen) Ideen, ein Eidgenössisches Schwingfest durchzuführen. Der Schwyzer Verbandspräsident Peter Inderbitzin schloss zum jetztigen Zeitpunkt aber ein Fortfahren der Ideen aus, sofern die Zuger bis Ende Jahr definitiv Ja oder Nein sagen können. "Die Bewerbungsbegehren sind sehr teuer und sorgen mittlerweile für Kosten im sechsstelligen Bereich", sagt Paul Vogel, Innerschweizer Verbandspräsident. "Darum wünsche ich mir eine gute Kandidatur und keine Kampfwahl anlässlich der AV 2015, wo das ESAF 2019 vergeben wird."

Mehr zum ESAF 2019 in der nächsten SCHLUSSGANG-Ausgabe vom 18. Dezember.

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