Simon Anderegg (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2013 bis Februar 2014 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit ist Simon Anderegg an der Reihe. Heute: Teil 6.
Simon Anderegg (links) musste in Burgdorf im ersten Gang mit dem Innerschweizer Zugpferd Christian Schuler in den Ring. Das Duell der beiden Kranzgewinner endete gestellt.

Derzeit ist Simon Anderegg im Fokus der Schwingerwoche.  Mit dem Sieg am Emmentalischen in Trub und den beiden Schlussgangteilnahmen am Seeländischen in Biel sowie am Oberländischen in Gstaad hat der Berner Sennenschwinger eine glänzende Gauverbandssaison hinter sich. Zudem erreichte Anderegg am Berner Kantonalen den Ehrenplatz. Neun Kränze, darunter zum zweiten Mal eidgenössisches Eichenlaub sind die Bilanz des Meiringers. Heute folgt zum Abschluss das Interview mit dem Berner-Sennenschwinger.

Simon Anderegg, war die Saison 2013 die beste in Ihrer bisherigen Laufbahn?
Simon Anderegg: Ja, so darf man die Saison wohl bezeichnen, mit drei Schlussgang-Teilnahmen an Kranzfest Anlässen im Kanton Bern.

Welcher Anlass bleibt Ihnen in spezieller Erinnerung?
Anderegg: In erster Linie das Emmentalische Schwingfest in Trub. Dort realisierte ich meinen ersten Gauverbandssieg. Auch das eigene Teilverbandsfest in Niederscherli, bei dem ich den Ehrenplatz belegte, geniesst hohen Stellenwert. 

Haben Sie sich im Winter 2012/13 anders vorbereitet, als in früheren Jahren?
Anderegg: Ich habe noch mehr Zeit in mein Training investtiert als zuvor. Was mir sehr entgegen kam, waren die drei WKs, die ich vom Dezember 2012 bis Februar 2013 in Magglingen absolvieren konnte. Dies ergab ideale Voraussetzungen. 

Welche Erinnerungen bleiben Ihnen vom Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf?
Anderegg: Am Engstlenalp-Schwinget, unmittelbar vor dem Saisonhöhepunkt zog ich mir eine schmerzhafte Rippenverletzung zu. In Burgdorf kam im zweiten Gang eine Platzwunde am Kopf dazu, die das Auge anschwellen liess. Trotz diesen unglücklichen Vorkommnissen bin ich mit meiner Leistung verbunden mit dem Kranzgewinn zufrieden.

Gab es in Ihrer Heimat einen Empfang?
Anderegg: Am Mittwoch nach dem Eidgenössischen wurden Matthias Glarner und ich auf dem Kasinoplatz in Meiringen empfangen. Die vielen Leute, unzählige Gratulationen und der Aufmarsch des Jodelklubs Meiringen bleiben unvergesslich.

Mittlerweile hat das Training für die neue Saison wieder seinen Lauf genommen?
Anderegg: Seit anfangs Dezember und noch den ganzen Januar weile ich wieder im WK im Magglingen. Somit profitiere ich erneut von idealen Trainingsbedingungen. Ingesamt nutzen derzeit 14 Schwinger dieses Angebot oberhalb von Biel.

Gibt es 2014 nebst dem Kilchberger Schwinget ein spezielles Ziel für Sie?
Anderegg: Da ich ganz in der Nähe der Brünig-Arena zuhause bin, ist der Bergklassiker mit seiner einmaligen Atmosphäre, auf der Wasserscheide zwischen Obwalden und dem Berner-Oberland, immer ein ganz spezieller Anlass für mich. Ob ich ein Teilverbandsfest bestreite steht noch nicht fest. In meiner Kranzsammlung fehlt mir noch der NOS-Kranz, da dies 2014 aber am gleichen Tag wie das Oberländische Gauverbandsfest stattfindet, werde ich an diesem Sonntag Sigriswil dem Nordostschweizerischen vorziehen. 
 

Die Schwingerwoche mit Simon Anderegg ist abgeschlossen. Wer ab 20. Januar Thema der Schwingerwoche ist, wird am Sonntag, 19. Januar, bekanntgegeben.

 
 
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