Arnold Forrer (Teil 6): Interview zum Abschluss

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von November 2013 bis Februar 2014 jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit ist Arnold Forrer an der Reihe. Heute: Teil 6.
Arnold Forrer (hinten, gegen Christian Dick) gewann 2013 nicht weniger als fünf Kranzfeste.

Derzeit ist Arnold Forrer im Fokus der Schwingerwoche.  Der Schwingerkönig von Nyon 2001 gewann in der Saison 2013 nicht weniger als fünf Kranzfeste und war damit neben Matthias Sempach der erfolgreichste Schwinger. Heute folgt zum Abschluss das Interview mit dem Schwingerkönig.

Arnold Forrer, welches Fazit ziehen Sie vom Schwingerjahr 2013?
Forrer: Das Fazit fällt sehr gut aus. Wenn man mit 35 Jahren noch fünf Kranzfestsiege erkämpft, darf man zurecht stolz sein. Die beiden Teilverbandssiege und der Sieg am eigenen Bergkranzfest auf der Schwägalp thronen über den übrigen Resultaten.
 

Wie waren Sie mit sich beim Saisonhöhepunkt am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf zufrieden? 
Forrer: Mit meiner Leistung in Burgdorf bin ich zufrieden. Ich verletzte mich im zweiten Gang am Meniskus, was für den weiteren Festverlauf nicht fördernd war. Ich habe das beste aus der entstandenen Situation gemacht und meinen sechsten Kranz eidgenössischer Prägung herausgeschwungen. 

Für Sie war es bereits das sechste Eidgenössische als Aktiver, gibt es aus Sicht des Schwingers Unterschiede gegenüber früheren Anlässen? 
Forrer: Burgdorf war für mich aus Sicht des Schwingers das am wenigsten erfreulichste Eidgenössische. Wir wurden am Freitag- und Samstagabend mit dem Bus in unser weit vom Festgelände entferntes Übernachtungslokal nach Sumiswald gefahren. Daher fehlte uns die Nähe zum Volk- und Fans gänzlich. Auch wurden wir von den Platz-Verantwortlichen strikt aus der Arena gewiesen, wenn wir einen Klubkameraden unterstützen wollten. Schwinger sollten das Anrecht haben, wenn ein Klubkamerad seinen Gang bestreitet, sich in der Nähe aufzuhalten. Mit solchem Vorgehen geht das Flair des Schwingen verloren. Der Entwicklung, des immer noch grösser werdens der eidgenössischen  Anlässe habe ich nichts einzuwenden, sofern alles friedlich bleibt.

Gab es im Anschluss Zeit für Ferien?
Forrer: Eigentlich war noch die Teilnahme am Wolzenalp-Schwinget in meiner engeren Heimat vorgesehen, doch das Knie liess einen Start nicht zu. So begab ich mit meiner Familie für 14 Tage in die Ferien nach Schottland.

Hat mittlerweile das Training für die neue Saison wieder begonnen?
Forrer: Ja, das Meniskusproblem am Knie wurde operativ behoben. Mit viel Freude und Spass befinde ich mich wieder mitten im Training

Haben Sie für 2014 ein erklärtes Ziel?
Forrer: Mein Ziel ist es, möglichst nahtlos an die Saison 2013 anzuknüpfen und vor allem, Gesund zu bleiben. In meinem Alter kann eine einzige Verletzung rasch das Karrierenende bedeuten. Sollten es 2014 nicht mehr gleich viele Kranzfestsiege wie in der zurückliegenden Saison sein, bedeutet dies für mich auch kein Weltuntergang.

Die Schwingerwoche mit Arnold Forrer ist abgeschlossen. Wer ab 13. Januar Thema der Schwingerwoche ist, wird am Sonntag, 12. Januar, bekanntgegeben.

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