Schwinger des Monats August: Inti Hersche

Martin Hersche wurde von den SCHLUSSGANG-Lesern zum Schwinger des Monats August 2017 gewählt. Heute folgt das Interview.
Erster Kranzfestsieg für Martin Hersche; ein besonderer Moment für den 27-jährigen Appenzeller Eidgenossen. (Bild: Rolf Eicher)

Martin Hersche, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum Schwinger des Monats August. Ihnen gelang endlich der erste Kranzfestsieg, und dies gleich an einem Teilverbandsfest, dem Nordwestschweizer in Therwil. Wie fühlen Sie sich?
Martin Hersche: Vielen Dank. Es ist ein sehr gutes Gefühl, sehr schön!

Sechs gewonnene Gänge! Haben Sie gespürt, dass der 13. August Ihr Tag wird?
Hersche: Nach dem Sieg im vierten Gang wurde mir bewusst, dass dies ein guter Tag werden könnte.

Wie sind Sie in den Schlussgang mit Matthias Aeschbacher gegangen, hatten Sie eine Taktik?
Hersche: Ich nahm diesen Gang wie jeden anderen zuvor, demzufolge legte ich mir keine besondere Taktik zurecht. Wir trafen zwei Wochen zuvor auf dem Brünig aufeinander, wo wir stellten. Doch dieses Mal gelang es mir meine Chance zu nutzen und konnte den Schlussgang für mich entscheiden.

Nach diesem Sieg galten Sie als einer der Favoriten für den Unspunnen. Was ist auf der Schwägalp genau passiert?
Hersche: Im zweiten Gang gegen Lario Kramer hatte ich mir beim Ableeren unglücklich das Knie verdreht. Es war mir nicht möglich den Wettkampf weiterzuführen. Am darauffolgenden Tag wurde eine MRI-Untersuchung gemacht, welche eine Bänderverletzung aufzeigte. Nach dieser Diagnose war klar, dass ich nicht am Unspunnen-Schwinget teilnehmen kann. «Es het mi scho möge», doch eine Teilnahme wäre sinnlos gewesen. Ich war aber in Interlaken als Zuschauer dabei.

Wie werden Sie den Herbst verbringen?
Hersche: Ich werde vorerst den Fokus auf die Genesung meines Knies legen. Dies vor allem mit Stabilisationsübungen. Anschliessend ist das Aufbautraining angesagt. Somit sollte ich bis im Winter wieder auf beiden Beinen vollständig stabil sein.

Sie schwingen schon sehr lange. Was hat sich verändert?
Hersche: Ja, mit acht Jahren begann ich damit. Es wurde professioneller – vor allem das Training. Der Schwinger versucht in jedem Teilbereich das Maximum aus dem Training herauszuholen, um so optimal auf die jeweiligen Wettkämpfe vorbereitet zu sein. Somit öffnen sich auch neue Wege, um alle Möglichkeiten aus dem Athleten ausschöpfen zu können.

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Iris Oberholzer

Redaktion

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