Schwinger der Woche: Interview Sempach

Der Eidgenössische Kranzschwinger Thomas Sempach gewann in diesem Jahr zwar kein Kranzfest, dafür aber siegte er an drei Regionalfesten, zuletzt am Kemmeriboden-Schwinget in Schangnau. Als Schwinger der Woche hat er die Fragen vom SCHLUSSGANG beantwortet.
Gefragte Autogramms von Thomas Sempach nach seinem Sieg am Kemmeriboden-Schwinget. (Fotos: Rolf Eicher)

Thomas Sempach. Der SCHLUSSGANG hat sie zum Schwinger der Woche ernannt.
Thomas Sempach: Besten Dank, das freut mich natürlich sehr. Zumal der Allweg-Schwinget ja am gleichen Tag ausgetragen wurde wie der Kemmeriboden-Schwinget, den ich gewinnen konnte.

Wie haben Sie den Wettkampf in Schangnau erlebt?
Sempach: Der Start mit zwei Siegen war natürlich gut. Im dritten Gang gegen Joel Wicki habe ich auch für den Berner Verband geschwungen. Dass es am Ende in den Schlussgang und zum Sieg reichte, ist natürlich sehr erfreulich.

Wie bilanzieren Sie Ihre Saison 2017?
Sempach: Mit acht Kranzgewinnen bin ich zufrieden. Auf der Schwägalp fehlte im Schlussgang nicht viel, ich bin da das Duell gegen Daniel Bösch taktisch etwas falsch angegangen und hätte vielleicht noch mehr auf Zeit schwingen müssen. Gefreut haben mich die drei Regionalfestsiege im Emmental, was natürlich auch immer etwas besonderes ist. Und zu guter letzt bin ich gesund geblieben und das ist das wichtigste. Vor zehn Jahren, mit der damaligen Verletzungsgeschichte im Hinterkopf, hätte ich es nicht für möglich gehalten, heuer diese Erfolge zu feiern.

Gegen Ende Saison liefs immer besser bei Ihnen. Auf dem Brünig war der Kranz aber in weiter Ferne. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Sempach: Ich hatte am Wochenende vor dem Weissenstein-Schwinget eine Sommergrippe zu verarbeiten und hatte während drei Tagen über 39 Grad Fieber. Auf dem Weissenstein konnte ich dies noch etwas kaschieren, aber am Brünig-Schwinget war ich nach dem zweiten Gang (Gestellter gegen Samuel Giger) stark angeschlagen und konnte mich kaum mehr erholen.

Welche Ziele verfolgen Sie in der Saison 2018?
Sempach: Ich möchte weiter angreifen.

 

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