Schwinger der Woche: Interview Mathis

Nach seinem Schwyzer-Triumph wurde Marcel Mathis zum Schwinger der Woche ernannt. Im Platz-Interview gleich nach dem Schlussgang (von Alfons Spirig geführt) analysierte er den Sieg bereits.
Marcel Mathis hat das Schwyzer Kantonale für sich entschieden. (Bild: Tobias Meyer)

Marcel Mathis, ein wunderbarer Sieg für Sie. Wie lautet die erste Bilanz?
Mathis: Diesen Sieg stufe ich hoch ein. Einerseits, weil es nicht im eigenen Kantonalverband ist, andererseits weil ich auf dem Weg zum Tagessieg drei Eidgenossen zu bezwingen hatte.

Sie blicken wirklich auf ein gutes Notenblatt. Wie haben Sie den Gang gegen Mike Müllestein erlebt?
Mathis: Wir kennen uns gut aus den gemeinsamen Trainings. Ich kenne seine Stärken wie den Kurz und er kennt natürlich auch meine Stärken. Da wussten beide, dass es aufzupassen gilt, zumal die letzten Duelle immer mit einem Gestellten geendet haben.

Kannten Sie die Ausgangslage vor dem Schlussgang?
Mathis: Ja, ich wusste, dass die beiden Luzerner Joel Wicki und Reto Gloggner geerbt hätten. Ich habe damit gerechnet, dass Mike Müllestein angreift. Ich wollte auch angreifen, aber nicht zu früh und auch nicht zu kopflos.

Die Entscheidung fiel in den letzten Sekunden. War das geplant?
Mathis: Eigentlich habe ich schon mit dem Gestellten gerechnet. Dann haben wir beide nochmals probiert und es hätte auf beide Seiten kippen können.

Was machen Sie jetzt mit dem Muni?
Mathis: Wir haben Mastrinder zu Hause. Der Muni würde sich darüber natürlich freuen, ich aber weniger (lacht). Der Muni geht zurück an den Züchter und ich werde mit dem Geld möglicherweise neue Rinder anwerben.

Wie sieht das weitere Programm aus?
Mathis: Der nächste Einsatz ist am Ob- und Nidwaldner in der Heimat, danach werde ich auch noch das Luzerner Kantonalfest bestreiten. Speziell werden sicher die Teilverbandsfeste der Nordostschweizer und Innerschweizer wie auch der Brünig. Darauf freue ich mich sehr.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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