Scheuber, Dind und vier Eidgenossen

Während vier der fünf Regionalfeste am Wochenende eine Beute der Eidgenossen waren, gewannen die Kranzfeste zwei Nichteidgenossen. Schwingerkönig Kilian Wenger gab genauso sein Comeback wie der Südwestschweizer Eidgenosse Michael Nydegger.
Lutz Scheuber entschied das Ob- und Nidwaldner Kantonalfest zu seinen Gunsten und gewann erstmals ein Kranzfest. (Foto: Tobias Meyer)

Schon oft war er nahe dran. Jetzt hat es endlich geklappt. Lutz Scheuber darf sich seit dem 22. Mai Kranzfestsieger nennen. Der Blondschopf gewann das Urner Kantonalfest und bezwang dabei im Schlussgang Vorjahressieger Benji von Ah nach der Hälfte der Gangdauer. Die Beiden trafen bereits im ersten Gang aufeinander, als es einen Gestellten gab. Hinter Scheuber landete mit Stefan Arnold und Andi Imhof ein Urner Duo, welches je fünf Siege feierte. Nicht auf Touren kam Peter Imfeld, der als einziger der angetretenen Eidgenossen den Kranz verpasste.

Samuel Dind erbt wie am Walliser 2015
Im Gegensatz zum Urner Kantonalfest gab es bei den Neuenburgern dank Samuel Dind einen Heimsieg zu feiern. Der 27-jährige Brocken aus Dombresson verlor zwar sein Startduell gegen den Gasteidgenossen Beat Wampfler, blieb in der Folge aber fünf Mal en Suite siegreich. Weil zudem Steven Moser und Marc Guisolan im Schlussgang stellten, erbter er den Tagessieg. Für Dind war es der zweite Kranzfestsieg der Laufbahn. Bereits 2015 am Walliser Kantonalfest hatte er als lachender Dritter profitiert. Zu reden gab das Comeback von Eidgenosse Michal Nydegger. Mit fünf Siegen und einem Gestellten klassierte er sich hinter Dind auf Rang 2.

Eidgenossen dominierten Regionalfeste
Bei den insgesamt fünf ausgetragen ausgetragenen Regionalfesten beherrschten parktisch nur die Eidgenossen das Geschehen. Reto Nötzli feierte beim Geren-Schwinget einen Start-Ziel-Sieg und verpasste das Punktemaximum nur um einen Viertelpunkt. Im Schlussgang hiess sein Opfer Andreas Gwerder. Auf dem Schwarzenberg gewann wie erwartet der kurzfristig angereiste Matthias Sempach. Er schlug im Schlussgang Pirmin Reichmuth. Der dritte Regionalanlass vom 22. Mai war eine Beute für Bruno Gisler. Der 33-jährige Solothurner bezwang im finalen Duell beim Homberg-Schwinget Nick Alpiger.

Bereits am Vortag setzte sich mit Matthias Glarner beim gut besetzten Abendschwinget Frutigen ein Eidgenosse durch. Glarner bezwang im Schlussgang Christian Gerber. Sein Comeback feierte an diesem Schwingfest Kilian Wenger. Mit vier Siegen und zwei Gestellten klassierte er sich auf Rang 2. Den einzigen Nichteidgenossen-Sieg an einem Regionalfest gab es für Martin Hersche, der beim Abendschwinget Tübach im rein appenzellischen Schlussgang Marcel Kuster bezwang. Die drei angetretenen Eidgenossen, unter anderem Unspunnen-Sieger Daniel Bösch, konnten nicht reüssieren.

Neben den zwei Kranz- und fünf Regionalfesten standen auch die Jungschwinger an total sechs Orten im Einsatz. Die Ranglisten und Statistiken sind im Menüpunkt Resultate ersichtlich.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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