Ruswil: Drei Sieger beim Jubiläum

Gast Christian Stucki, der Entlebucher Joel Wicki und der Schwyzer Christian Schuler teilen sich den Festsieg am 125. Innerschweizer Jubiläumsschwingfest. Grund für den Dreifachsieg war, dass im Schlussgang differenziert wurde. Schuler schloss dank eines Plattwurfes im sechsten Gang gegen Erich Fankhauser zu den beiden Erstplatzierten auf.
Christian Schuler, Joel Wicki und Christian Stucki (von links) teilen sich den Sieg am ISAF. Bild: Tobias Meyer.

Zwei Schwinger drückten dem ISAF den Stempel auf. Christian Stucki und Joel Wicki zogen mit je fünf Siegen in die Endausmarchung ein. Stucki besiegte mit Andi Imhof, Andreas Ulrich und Reto Nötzli drei Eidgenossen. Wicki besiegte im Anschwingen Schwingerkönig Matthias Sempach und im fünften Gang mit Benji von Ah einen zweiten Eidgenossen. Vor dem letzten Gang wies Stucki 49,50 Zähler auf, Wicki einen Viertelpunkt weniger. Im Wissen, dass im ein Gestellter reicht, riskierte Stucki nicht viel. Das führte dazu, dass das Kampfgericht differenzierte, Wicki eine Neun, Stucki eine 8,75 schrieb.

Drei Sieger
Profiteuer des gestellten Schlussganges war Christian Schuler, der im letzten Gang gegen Erich Fankhauser einen Zehn erzielte. Schuler musste einzig im zweiten Gang Marco Heiniger einen Gestellten zugestehen. Für Schuler ist es der zweite ISAF-Sieg nach 2016 in Einsiedeln. Für Stucki und Wicki ist es eine Premiere das ISAF zu gewinnen, für Wicki gar der erste Teilverbandssieg überhaupt. Stucki feierte zudem seinen 41. Kranzfestsieg seiner Laufbahn.

Sempach ohne Kranz
Stucki holte in Ruswil nach, was er 2017 in Alpnach hauchdünn verpasste, den Sieg als Gast am ISAF. Stucki ist der erste Berner Sieger am Innerschweizerischen seit Ruedi Hunsperger 1970 in Altdorf. Auf den weiteren Plätzen hinter dem Siegertrio folgen Andreas Ulrich und Lokalmatador Sven Schurtenberger. Von den zwölf Gästen sicherten sich nur drei den Kranz. Dies sind nebst Stucki sein Seeländer Gauverbandskamerad Florian Gnägi sowie der Thurgauer Mario Schneider. Zu den geschlagenen gehört Schwingerkönig Matthias Sempach. Der Berner verlor bei seinem Comeback (Pause nach Rückenproblemen) zum Auftakt gegen Wicki und musste in der Folge noch drei Gestellte in Kauf nehmen, wodurch er den Kranz deutlich verpasste. Auch Benji von Ah und Bruno Gisler (Sieger jenes Anlasses 2013 in Emmen) ging leer aus.            

Jakob Heer

Redaktion

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