Erste Arbeiten auf ESAF 2019 Festgelände in Zug

Die wichtigsten OK-Posten für das ESAF 2019 sind besetzt. Bereits jetzt wird das Festgelände Zug-West bis Ende Oktober 2015 fit gemacht.
Das engere OK für das Eidgenössische Schwingfest 2019 in Zug: (von links) Patrick Sommer, Urban Keiser, Paul Bachmann, Bruno Waller, Reto Steinmann, Hansruedi Wild, Heinz Tännler, Freddy Trütsch, Paul Langenegger, Alois Betschart, Thomas Huwyler, Pirmin Frei und Walter Lötscher. (Foto: zvg)

Es dauert zwar noch rund 50 Monate, bis am 24. August 2019 um 8 Uhr morgens die Schwinger zum ersten Gang in die Hosen steigen. Allerdings: Seine Arbeiten hat das Organisationskomitee unter der Leitung von Präsident Heinz Tännler schon lange aufgenommen. Denn, so Heinz Tännler, der grösste Schweizer Sportanlass mache dies nötig. Er stellt in einer ersten Zwischenbilanz zufrieden fest: «Wir sind auf Kurs.» Und damit auch die Zuger Bevölkerung wisse, «was wir in Zug-West machen und weshalb die Baumaschinen auffahren, werden wir laufend über den Stand informieren.»

Landsanierung in drei Etappen
Die Landverhandlungen konnten in den letzten Wochen und Monaten zur Zufriedenheit aller Besitzer geregelt werden, erklärte Heinz Tännler weiter. Bis Ende Oktober 2015 wird nun das Land in Zug-West, auf dem die rund 50 Hektaren grosse Arena im Jahre 2019 aufgebaut wird, fit gemacht. Entsprechende Bewilligungen hat das OK laut Heinz Tännler in den vergangenen Wochen eingeholt. Und Bauchef Walter Lötscher fasst zusammen: «Grund für die Landsanierung sind in erster Linie die zahlreichen Unebenheiten. Ausserdem müssen die Tragfähigkeit verbessert und das Land entwässert werden.»

Die Arbeiten werden in drei Etappen ausgeführt. Zuerst wird der bestehende Oberboden (Humus) abgetragen und in Deponien auf dem Areal gelagert. Dann werden die Fläche ausplaniert und die Senkungen mit geeignetem und geprüftem Material aufgefüllt. Bevor der Oberboden wieder angelegt wird, werden zusätzlich noch Drainageleitungen im Boden für die Regulierung des Wasserhaushalts eingelegt. Die Oberfläche innerhalb der Tribüne soll damit möglichst gleichmässig eben sein; maximal 1 Prozent geneigt. Walter Lötscher: «Der Boden wird so zusätzlich für die weitere landwirtschaftliche Nutzung deutlich verbessert.» Der Eigentümer kann ab 2016 das entsprechende Land wieder für seine Bedürfnisse nutzen. Laut dem Bauchef des ESAF 2019 gibt es wichtige Gründe, weshalb die Landsanierung bereits vier Jahre vor dem Eidgenössischen Schwingfest ausgeführt werden muss. «Es ist wichtig, dass die Terrainsanierung wegen den Setzungen, der Durchwurzelung und einer gleichmässigen Entwicklung der Grasnarbe möglichst früh vor dem Feste erfolgt.»

Kein zusätzlicher Schwerverkehr fürs Quartier
Heinz Tännler und Walter Lötscher konnten an der Medienorientierung auch die Anwohner von Zug-West beruhigen. Diese befürchten während der Landsanierung und im Jahre 2019 während dem Aufbau der Tribüne Mehrverkehr durchs Quartier. Lötscher: «Um das Quartier nicht mit Schwerverkehr zusätzlich zu belasten, wird via Nordzufahrt eine zusätzliche Installationspiste ausgebaut.» Die Landsanierungsarbeiten werden übrigens von Landwirtschaftsarchitekten überwacht und begleitet. Der Verein ESAF 2019 Zug tritt für diese Arbeiten – so Heinz Tännler – als Bauherr auf und ist auch für die Finanzierung zuständig.

Geschäftsstelle wird eröffnet
Nach 1943 und 1961 ist Zug zum dritten Mal Austragungsort eines Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes. Das i-Tüpfchen wäre für Heinz Tännler, «wenn wir, die Innerschweiz, nach Harry Knüsel zum zweiten Mal den Schwingerkönig stellen könnten.»

Nach den Sommerferien eröffnet das OK im Neufeld in Baar seine Geschäftsstelle. Geschäftsführer Thomas Huwyler und sein Stellvertreter Patrick Sommer haben die Arbeiten ebenfalls aufgenommen. 

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