Brünig-Klassiker im Fokus

Insgesamt drei Schwingfeste stehen am letzten Juli-Wochenende an. Heraus ragt der Brünig Bergklassiker, wo es traditionell zum grossen Zweikampf zwischen den Bernern und Innerschweizern kommt.
Auf Matthias Glarner (links gegen Michael Moser) wartet am Sonntag erneut ein Heimspiel. Ein Sieg auf dem Brünig fehlt dem Meiringer noch. (Bild: Rolf Eicher)

Der Brünig-Schwinget ist seit jeher der grosse Zweikampf zwischen den Berner und Innerschweizer Schwingern. Allerdings treten die Berner geschwächt an. Mit Simon Andergg, Florian Gnägi, Willy Graber, Remo Käser, Matthias Siegenthaler und Christian Stucki mussten gleich mehrere Spitzenschwinger in den letzten Wochen und Tagen ihre Teilnahme absagen. Hingegen treten die Innerschweizer im Gegensatz zum Rigi-Schwinget mit einer kompakteren Mannschaft an. Bei ihnen wiegt der Ausfall des letztjährigen Schlussgangteilnehmers Benji von Ah schwer. Zehn Südwestschweizer komplettieren das Teilnehmerfeld auf der Wasserscheide zwischen dem Berner Oberland und dem Obwaldnischen.

Einschätzung Redaktion SCHLUSSGANG Brünig-Schwinget:
Durch die zahlreichen Absagen präsentiert sich die Ausgangslage offener. Trotzdem bleiben die Berner die Favoriten. Allen voran der amtierende Schwingerkönig Matthias Sempach strebt seinen dritten Brünig-Triumph an. Auch Kilian Wenger und Bernhard Kämpf, die beide den Brünig ebenfalls schon gewonnen haben, gehören zu den Siegesanwärtern. Dies gilt auch für einen weiteren Oberländer, Matthias Glarner. Die grössten Innerschweizer Trümpfe sind die beiden Schwyzer Christian Schuler und Andreas Ulrich. Gespannt ist man auf das Comeback von Philipp Laimbacher nach seiner Schleimbeutelentzündung. Für Furore in der Brünig-Arena könnte der 19-jährige Entlebucher Joel Wicki sorgen, der bekannt ist für ein offensives Feuerwerk an Schwüngen. Insgesamt sind 15 Eidgenossen zum Anschwingen eingeteilt.  

Nordostschweizer testen Saisonhöhepunkt
Ein Doppelanlass ohne Kranzabgabe findet in der Nordostschweiz statt. Die für Estavayer selektionierten Schwinger bestreiten auf dem Bachtel (30. Juli) und Ricken (31. Juli) zwei Schwingfeste und simulieren so den Saisonhöhepunkt. Allerdings fehlen einige Athleten wegen kleineren Verletzungen. So sind zum Bachtel-Schwinget in Wernetshausen Michael Bless, Stefan Burkhalter, Raphael Zwyssig und Samuel Giger, der sicher bis zur Schwägalp pausiert, nicht eingeteilt. Für einen Sieg im Zürcher Oberland sowie auf der Ricken-Passhöhe kommen in erster Linie Daniel Bösch, Arnold Forrer und Armon Orlik in Frage.

Der SCHLUSSGANG hält am 30./31. Juli aktuell auf dem Laufenden. Die Schwingfeste sind auf dem Live- und Gang-Ticker der Schwinger-App mitzuverfolgen. Weitere Infos gibt es wie immer auch unter www.schlussgang.ch sowie auf den sozialen Kanälen Instagram und Facebook. Auf Instagram sammelt der SCHLUSSGANG Bilder unter dem #kranzfeste2016.

 
 

Jakob Heer

Redaktion

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